Biotopmaßnahme im Revier Gadeland und die treibenden Kräfte

Biotop in GadelandWenn wir Jäger/innen von treibenden Kräften sprechen, fällt uns unwillkürlich das frische Aufmüden des Wildes bei den Treibjagden durch die Treiber ein. In diesem Fall ist aber im Speziellen von zwei Jägern zu berichten, welche sich immer wieder als treibende Kräfte für Flora und Fauna in Neumünster und Umgebung einsetzen.
So ist durch den Einsatz von Friedrich Hahn, der auch im Revier Gadeland Mitpächter ist, und Otto Stange eine größere Biotopmaßnahme für die Kreisjägerschaft Neumünster in Zusammenarbeit mit dem Revier Gadeland umgesetzt worden.

Im letzten Winter wurde durch Anlage eines Teiches im südlichen Stadtgebiet der dort vorhandene Tümpel zum Biotop deutlich aufgewertet und zu einem wertvollen Stück Natur entwickelt. Der Tümpel wurde von ca. 500 m² auf einen Teich von ca. 1.500 m² vergrößert. Der Teich wurde vom wuchernden Bewuchs freigestellt und so vom Schattendruck flankierender Bäume befreit.

Am 03.06.2013 haben sich die Revierinhaber aus Neumünster und interessierte Mitglieder der Kreisjägerschaft in Anwesenheit der Presse von der gelungenen Maßnahme überzeugt.

Neben der Leistung der vorgenannten Jäger und der Eigenleistung des Grundeigentümers Andreas Clausen, der im Revier Gadeland Jadgaufseher ist, wurde diese Maßnahme aus der Jagdabgabe und aus den Rücklagen der Kreisjägerschaft Neumünster je zu 1/3 von allen JägerInnen finanziert
Die Kontrolle der Ausgabe dieser zweckgebundenen Mittel wird dabei durch das Land Schleswig-Holstein, Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) vorgenommen. Als Eingriff in Natur und Landschaft wurde die Maßnahme von der unteren Naturschutzbehörde der Stadt Neumünster wohlwollend begleitet.


Für den außen stehenden Leser wird hervorgehoben, dass die Förderung der frei lebenden Tierwelt (des Wildes) im Rahmen des Jagdrechts sowie des Natur-, Landschafts-, Umwelt- und Tierschutzes wesentlicher Bestandteil des jagdlichen Handels der Neumünsteraner Jäger ist. Dies bedeutet insbesondere den Schutz und die Erhaltung einer artenreichen und gesunden freilebenden Tierwelt sowie die Sicherung ihrer Lebensgrundlagen in
Wald, Wasser und Wiese.

In Neumünster sind durch die Jäger in den letzten Jahren

tausende Bäume gepflanzt

etliche Knick- und Heckenanlagen hergestellt

Obstbäume (Streuobstwiesen) gepflanzt

Brutanlagen z. B. für den Eisvogel gebaut

und Nistkästen im gesamten Stadtgebiet platziert worden.

Im Jahr 2013 werden in der herbstlichen Pflanzzeit mind. 100 Stück Wild-Apfel(bäume), welcher Baum des Jahres 2013 ist, von den Jägern gepflanzt.

Holger Meyer

Exkurs: (Info des Deutschen Jagdschutzverbandes):
Die von den Jägern zum größten Teil aus eigener Tasche finanzierten Hegemaßnahmen kommen zahlreichen Arten zu Gute, die gar nicht dem Jagdrecht unterliegen: Jäger pflanzen und pflegen jährlich Hecken in der Länge der Chinesischen Mauer – das sind fast 6.000 Kilometer; Jäger legen
jährlich neue Teichflächen in etwa der Größe der Insel Amrum an – etwa 1.700 Hektar; Jäger legen jährlich ökologisch wertvolle Flächen so groß wie 2.000 Fußballfelder an – das macht 6.300 Feldholzinseln und 5.700 Streuobstwiesen.

 

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