Gut besuchte Mitgliederversammlung 2013

Mitgliederversammlung 2013 JubilareVon den über 200 Mitgliedern fanden am 20.03.2013 rd. 1/3 den Weg zur Mitgliederversammlung im Restaurant der Holstenhallen. Die hohe Teilnehmerzahl zeigt einmal mehr das Interesse der Mitglieder an jagdlichen Fragen und ihre Verbundenheit mit der Kreisjägerschaft Neumünster. Neben den Berichten der Obleute und dem Bericht des Vorsitzenden standen die Ausführungen des Geschäftsführers des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein, Andreas Schober, im Mittelpunkt des Abends.

Vorher wurden jedoch wie in jedem Jahr die Jubilare geehrt. Die Treuenadel und eine Urkunde gab es für folgende langjährige Mitglieder:

Heinrich Weber          60 Jahre

Ernst Krebs                50 Jahre

Leonhard Skatikat      50 Jahre

Peter Söhrnsen          50 Jahre

Gerd-Otto Storm        40 Jahre

Michael Peters           25 Jahre

Gerhard Roose          25 Jahre

Margit Schacht           25 Jahre

Oliver Schön              25 Jahre

Carsten Röpke           25 Jahre

Der Vorsitzende Ingbert Tornquist hob in seinem Jahresbericht die vielfältigen Aktivitäten und Veranstaltungen der KJS Neumünster

Hundeausbildung

Begrünungs- und Naturschutzmaßnahmen zur Biotopverbesserung

Öffentlichkeitsarbeit auf verschiedenen Kanälen

Aus- und Fortbildungsmaßnahmen zum Jagd- und Naturschutz

Jugendarbeit mit den Schlaufüchsen

Übungsschießen

Jagdhorn-Blasen

hervor und bedankte sich bei allen Beteiligten, seien es nun die verantwortlichen Obleute, oder die Mitglieder, für ihren Einsatz und die Teilnahme. Ohne vielseitigen Einsatz auf allen Ebenen ist ein aktives Vereinsleben nicht möglich.

Als Ziel für das laufende Jahr wurde die behutsame Weiterentwicklung der Ausstellung „Unser Wild – unserer Jagd“ im Tierpark Neumünster vorgestellt.

Die von Mitgliedern der Senioren-Bläser-Gruppe der KJS Neumünster 1983 aufgebaute Aufstellung ist ein wichtiges Aushängeschild und Informationsmedium der Jagd. Die Ausstellung besteht in diesem Jahr 30 Jahre, die letzte Modernisierung fand 1995 statt, also vor 18 Jahren.

Wenn wir die Ausstellung auch in 10 und 20 Jahren noch als wichtiges Informationszentrum nutzen wollen, müssen wir uns heute Gedanken über eine behutsame Weiterentwicklung machen. Die Kreisjägerschaft Neumünster ist hierüber mit dem Landesjagdverband als Eigentümer der Ausstellung bereits im Gespräch.

Bei der Einbindung von Jägern ohne Jagdmöglichkeit wurden im letzten Jahr gute Erfolge erzielt. Es erging erneut die Bitte an die Revierinhaber, alles zu tun, um revierlose Jägerinnen und Jäger unter zu bringen. Ausdrücklich ging aber auch an die Jungjäger die Aufforderung, sich selbst auch zu bemühen und Einsatzwillen und Interesse zu zeigen. Nur wer sich bekannt macht und engagiert kann auch darauf hoffen, eingeladen zu werden.  

Abschließend wurden die Mitglieder vom Vorsitzenden angehalten, sich an die geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze der deutschen Weidgerechtigkeit zu halten. Die Menschen um uns herum verstehen nicht mehr, was wir machen und betrachten daher heute alles sehr kritisch. Dem müssen und können wir standhalten. Das geht aber nur mit einer klaren Haltung zu unseren Werten. Auf der Jagd sollte immer noch der Grundsatz „Den Schöpfer im Geschöpfe ehren“ gelten.

Der Geschäftsführer des LJV Andreas Schober erläuterte die vor der Einführung stehende Änderung des Bundesjagdgesetzes zur Umsetzung des Urteiles der Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte über das Recht des Grundstückseigentümers, sein Grundstück aus ethischen Gründen aus den bejagdbaren Flächen heraus zu nehmen (zu befrieden). Wie dieser sperrige Satz schon zeigt, eine sperrige und umfängliche Regelung, die nach Ansicht Schobers die Gerichte über Jahrzehnt beschäftigen wird. Zu viele Regelungen des Gesetzes lassen Spielraum für Klagen vor Gericht. Die Hoffnung ist, dass die Grundstückseigentümer, die ihre Flächen befrieden lassen wollen, durch Gespräche mit der Jagdgenossenschaft (=die anderen Grundstückseigentümer) sich auch über die Nachteile für ihre Flächen klar werden und davon Abstand nehmen.

Der 2. Schwerpunkt des Beitrags von H. Schober lag in der Einführung bleifreier Munition. Bleifreie Munition wird kommen, die Jäger haben auch gar nichts dagegen, wenn es eine vertretbare Alternative gibt. Wie ein Symposium des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) zum Thema „bleifreie Munition“ am Montag/Dienstag dieser Woche gezeigt hat, sind noch zu viele Fragen offen. Eine vertretbare Alternative gibt es derzeit noch nicht, so dass die Hoffnung besteht, dass das Verbot bleihaltiger Munition weder auf Bundes- noch auf Landesebene nicht überstürzt eingeführt wird. Zunächst sollten vertretbare Alternativen erforscht werden und die praktischen Voraussetzungen, wie verfügbare Munition, geschaffen werden.

Außerdem berichtete  Andreas Schober noch von der geplanten Änderung der Jagd- und Schonzeiten in Schleswig-Holstein. Schober wies besonders darauf hin, dass die Beschränkung der Jagdmöglichkeit ohne triftigen Grund ein unzulässiger Eingriff in die Eigentumsrechte der Grundeigentümer darstellt. In diesem Zusammenhang sei im Rahmen der anstehenden Diskussionen auch die Solidarität der gesamten Jägerschaft in Schleswig-Holstein gefordert.

Ingbert Tornquist

 

 

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