Herbst bei den Schlaufüchsen„Wodurch merken wir, dass wir Herbst haben?“ will die Jugendobfrau Marlies Börnecke beim Treffen der Schlaufüchse am 15.10.2016 von den Kindern wissen. Mit dieser Frage kann sie die Schlaufüchse natürlich nicht in Verlegenheit bringen. Prompt kommen die Antworten: Es wird kälter, einige Vögel ziehen weg, die Bäume und Pflanzen tragen Früchte, das Laub der Bäume wird bunt, die Tiere legen Vorräte an, die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Das ist keine Schwierigkeit für die Schlaufüchse. Etwas kniffliger wird es dann bei der Frage, welche Vögel hier bleiben und welche wegfliegen. Doch auch hier werden die Bilder der Vögel fast alle richtig zugeordnet.

Nun geht es an die Ernte. Im Frühjahr war eine kleine Reihe von Kartoffeln am Fuchsbau gesetzt worden. Ob sich neue Kartoffeln gebildet haben? Gespannt verfolgen die Kinder die Kartoffelernte von Marlies. Die Ausbeute ist zwar gering, aber zum Erstaunen der Kinder sind die Kartoffeln nicht gelb, sondern fast schwarz. Die Kartoffeln werden gleich vor Ort gewaschen und gekocht. Aufgeschnitten sind die Kartoffeln dunkelblau. Skeptisch werden die blauen Kartoffeln mit Salz und Butter probiert. Und siehe da, sie sind lecker. Marlies klärt die Kinder auf, es handelte sich um die Sorte Blaue St. Galler.

Auf der anschließenden kleinen Tour durch den Wald wird Material für das zu renovierende Insektenhotel gesammelt. Dank der fleißigen Schlaufüchse kommen schnell Zapfen, Totholz und weiteres Material zusammen, welches anschließend gleich im Insektenhotel verbaut wurde, um den Tieren ein neues Winterquartier zu bieten.

Zusätzlich sammeln die Kinder Laubblätter in verschiedenen Stadien. Vom grünen Blatt über gelb oder rotbraun bis zum Blattskelett werden die Blätter sauber von den Schlaufüchsen auf einer kleinen Pappe aufgeklebt und mit nach Hause genommen.

Auch der Bewegungsdrang kommt nicht zu kurz. In einem Eichhörnchenspiel vertiefen die Kinder ihr Wissen spielerisch. Früchte werden versteckt und müssen wieder gesucht werden, während der Marder zwischen den Eichhörnchen für sein eigenes Futter sorgt.

Schnell vergehen wieder die zwei Stunden am Fuchsbau mit spielerischer Wissensvermittlung und viel Spaß rund um den Herbst. Beim nächsten Treffen im November wollen wir Vogelfuttereinrichtungen für die Vögel bauen.

Ingbert Tornquist

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