Fuchsbau wird zum grünen Klassenzimmer

Grundschule Einfeld am FuchsbauDer „Fuchsbau“ der Kreisjägerschaft Neumünster entwickelt sich immer mehr zum grünen Klassenzimmer. So war am 28.05.15 wieder eine Schülergruppe bei uns zu Besuch. 16 Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse der Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld erforschten im Rahmen einer Projektwoche die Natur in ihrer näheren Umgebung.

Die Jäger Gerd Riese und Ingbert Tornquist erklärten zunächst das Aussehen und die Lebensweise des bei uns vorkommenden Schalenwildes. Durch das Befühlen der ausgelegten Fälle und Geweihe konnten die Kinder im wahrsten Sinne des Wortes die Tiere begreifen.

„Heute kaufen wir unser Fleisch beim Schlachter oder im Supermarkt, aber wie war es früher?“ Es gab für die Menschen nur eine Möglichkeit, an das lebensnotwendige Fleisch zu kommen: durch die Jagd. Wie schwer das damals war konnten die Kinder durch eine nachgestellte Jagd auf Hasen und das Wildschwein selbst erleben. Zum Glück konnte ein Mädchen das Wildschwein mit dem Speer zur Strecke bringen, so dass im Ernstfall die ganze Gruppe für die nächste Tage genug zum Essen gehabt hätte.  

Während der ausgiebigen Stärkung durch die mitgebrachten Frühstücksbrote erzählten die beiden Jäger von der Jagd. Wo und was darf der Jäger jagen, was gehört zur Ausrüstung des Jägers, und wozu brauchen die Jäger einen Hund?

Frisch gestärkt ging es zu einem Rundgang in den Stadtwald. Was gab es hier nicht alles zu sehen: Hexenbesen an einer Birke, Fledermauskästen, die Fährte eines Rehes, vom Verfegen des Rehes geschädigte Bäume, riesige Douglasien, Douglasienzapfen mit Mäuseschwänzen, giftige Eiben, von Schlingpflanzen fast erwürgte Bäume. Auch zu riechen gab es einiges: nach Zitrone duftende Nadeln der Douglasie und nach Knoblauch riechende Knoblauchrauke.

Durch das Fledermausspiel und das Eichhörnchenspiel lernten die Kinder spielend etwas über das Verhalten der Tiere und bekamen gleichzeitig in frischer Waldluft die notwendige Bewegung. Auf dem Rückweg zum Fuchsbau, der Hütte im Kinderferiendorf, klagten die ersten Kinder auch schon über einen Bärenhunger und freuten sich auf das baldige Mittagessen.

Ingbert Tornquist

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