Aufbruchsstimmung, Hörnerklang und Büchsenknall

Delegiertenversammlung und Repräsentative Hauptversammlung des LJV SH erstmals in Neumünster

Delegiertenversammlung LJVMit Einzug der Delegierten der Kreisjägerschaften des Landes in „ihren“ neuen Versammlungsraum, der Holstenhalle in Neumünster, war der Geist einer Aufbruchsstimmung zu vermerken. So haben die sich stets in den Revieren der freien Natur- und Kulturlandschaften bewegenden Jäger und Jägerinnen ein besonderes Empfinden innerhalb „gebauter Umwelt“ und brachten dies auch wohlwollend zum Ausdruck, wenngleich auch die zu behandelnden jagdpolitischen Themen in der bisherigen Stringenz fortgeführt wurden.
Es wurde debattiert über die Klagen gegen die Jagd- und Schonzeitenverordnung, die A20, die Elbvertiefung über die Erweiterung des § 6a BJagdG Befriedung von Grundflächen aus ethischen Gründen und die anstehenden Novellen des LJagdG und LNatSchG.
Die Delegierten der KJN Otto Stange und Andreas Bock wurden durch den Vorsitzenden der KJN Ingbert Tornquist begleitet.
Für das Jagdhorn-Bläser-Korps Neumünster war es selbstverständlich, die Delegierten-Versammlung mit Hörnerklang zu eröffnen und musikalisch zu begleiten.
Die im Anschluss folgende Repräsentative Hauptversammlung drohte mit langen Grußworten der Ehrengäste, doch glich diese Veranstaltung eher einem Büchsenknall.
LJV Präsident Dr. Baasch eröffnete den „jagdlichen Reigen“ mit „Begrüßung“. Landtagspräsident Schlie donnerte „Das Ganze“ mit „Anblasen zum Treiben“.
Minister Dr. Habeck scharf und präzise wähnte zwar den Wolf, als nicht Wild, auf seiner Seite, doch Ministerpräsident a.D. Carstensen mit „Aufbruch zur Jagd“ vollendete diese auch erfolgreich. Die folgenden Grußworte bedeuteten „Sammeln der Jäger“.
Ein „Jagd vorbei“ mit „Halali“ gab es in diesem Zusammenhang jedoch nicht.
Auf der anschließenden Trophäenschau des Landes wurden erstmals zwei Trophäen aus Neumünster, Revier Tungendorf, den versammelten schleswig-holsteinischen Jägerinnen und Jägern und als für Neumünster bedeutsam vorgestellt. Es handelte sich dabei um die Damhirsch-Trophäen der Jäger Hans-Jürgen Pöhls und Otto Stange. Die Stücke wurden mit „Damhirsch tot“ verblasen.

Holger Meyer

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