Ältere Schlaufüchse besuchen Biogasanlage

Schlaufüchse BiogasanlageDie Herbstexkursion der älteren Schlaufüchse führte uns in diesem Jahr am 29.10.2016 zur Biogasanlage in Husberg. Riesige Mengen Maissilage werden hier zu Wärme und Strom verarbeitet. Auch wenn der Prozess weitgehend automatisch abläuft, gilt auch hier die Regel 24/7. Die Anlage läuft 24 Stunden am Tag an 7 Tagen in der Woche und muss entsprechend bedient und bei Problemen gewartet werden. Eine anspruchsvolle Arbeit für Karsten Gerdt-Stoffregen, der uns die Biogasanlage zeigte und anschaulich erklärte. 

Rund 19.000 Tonnen Maissilage lagern in bis zu 10 Meter hohen Silos auf dem Gelände der Anlage. Der Mais wird auf den Feldern der näheren Umgebung vom Lohnunternehmer geerntet und zur Biogasanlage transportiert. Hierbei sind die Erntemaschinen in 2 Schichten 22 Stunden am Tag im Einsatz, die restlichen 2 Stunden dienen der Wartung. Jede einzelne Fuhre wird erfasst und gewogen.

Die Maissilage wird automatisch über ein Förderband in den Fernmenter verbracht. Der Fernmenter ist ein großer runder Behälter, in dem die Biomasse ständig gerührt wird. Im Fernmenter und in einem 2. großen runden Behälter, dem Nachgärer, sorgen zahllose Bakterien für die Zersetzung der Biomasse, bei der im Gärprozess Biogas entsteht. Durch das Biogas werden Turbinen angetrieben, die Strom für das öffentliche Stromnetz und erzeugen. Außerdem entsteht bei dem Prozess Wärme, die zum Heizen von Wohnhäusern und einer Trocknungsanlage genutzt wird.

Das hört sich alles sehr einfach an, dahinter steckt aber viel Technik, wie sich die Schlaufüchse und ihre Eltern überzeugen konnten. Der gesamte Prozess wird natürlich durch Computer überwacht und gesteuert, Fehler müssen möglichst sofort behoben werden, um die ablaufenden chemischen Prozesse nicht zu unterbrechen.

Der verbleibende Abfall wird in flüssiger und fester Form gesammelt und wiederum als Dünger auf die Felder verbracht. 

Wir hatten heute eine für Kinder und Eltern gleichermaßen anschauliche Veranstaltung. Darin waren sich alle Teilnehmer bei einer anschließenden Kaffee- und Kuchenrunde aus dem Kofferraum von Marlies Auto schnell einig.

Ingbert Tornquist

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