Bewegende Hubertusmesse

Hubertusmesse 2015Das war eine Messe, die direkt Herz und Seele der Besucher ansprach. In der gut gefüllten Vicelinkirche in Neumünster erlebten die Gottesdienstbesucher am 06.11.2015 eine Hubertusmesse, die so schnell keiner vergessen wird. Im Rahmen des 50-jährigen Bestehens des Jagdhorn-Bläser-Korps der Kreisjägerschaft Neumünster sollte es mal wieder eine Hubertusmesse in unserer Stadt geben. Eingeladen wurden die Bläserinnen und Bläser der „Angeliter Parforce“.

Nach der Einstimmung vor der Messe durch die Bläser des Jagdhorn-Bläser-Korps wurde es still in der von Herrn Holger Meyer originell und passend geschmückten Kirche. Die 14 Bläserinnen und Bläser der Angeliter Parforce nahmen in ihren schmucken Uniformen vor dem Altar Aufstellung. Frau Pastorin Bremer begrüßte charmant die Gäste – nun ruhten alle Blicke auf den Parforce-Bläsern. Die Konzentration der Bläser unter der Leitung von Frau Mandi-Rose Wargenau-Hahn war spürbar, die Hörner wurden aufgenommen, ein tiefer Atemzug und die Kirche füllte sich mit dem mehrstimmigen Spiel der 14 Parforce-Hörner.

In der von Frau Pastorin Bremer und Kaplan Görke gestalteten ökumenischen Hubertusmesse stand zweifellos die Musik im Vordergrund. Neben den Parforcehörnern mit ihren „Klassikern“ der Hubertusmesse, wie „Intruitus“, „Kyrie“ und „Gloria“ erklang auch ein sehr gut abgestimmtes Zusammenspiel zwischen der Orgel und der Parforcehörnern im „Gebet der Jäger“ und „Les Adieux a`St. Maurice“. An der Orgel war Herrn Dr. Lüdkte die Spielfreude anzumerken. Das Orgelspiel stand heute ebenbürtig neben den Klängen der Parforcehörner. Anders als in vielen Gottesdiensten brachten sich die Besucher bei der Hubertusmesse mit ihrem kräftigen Gesang im Wechselspiel mit Orgel und Hörner hervorragend ein.

In ihrer Predigt ging Frau Pastorin Bremer auf die Hubertuslegende ein. Sie wies auf die Verpflichtung aller Menschen hin, die Schöpfung zu erhalten und sorgfältig mit der Natur umzugehen. Dazu leisten die Jäger in ihrem Bereich einen wichtigen Beitrag, die sich bei ihrem Tun an die Grundsätze der Waidgerechtigkeit zu halten haben. Diese unterliegen aber auch einem ständigen Wandel und sind laufend auf ihre Richtigkeit zu prüfen, wie z.B. bei der Frage nach der richtigen Munition oder dem Verhalten gegenüber dem Wolf.

Zum Ende der Messe ließen die Hörner kraftvoll die „Glocken“ erklingen und beendeten mit „Sortie de Messe“ die bewegende Hubertusmesse.

Manches Händepaar erhob sich zum Applaus, um dann doch stumm zu bleiben. Darf man hier klatschen? Ja, man darf, die Gestalter der Messe, Musiker wie Geistliche, hätten ihn verdient, leider hat sich niemand getraut. Tief bewegt verließen die Besucher die stimmungsvolle Messe. Beim anschließenden Imbiss im Gemeindehaus ließen die Gäste und Beteiligte das eben Gehörte noch einmal Revue passieren und waren voll des Lobes und des Dankes.

Ingbert Tornquist

 

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