Informationsveranstaltung zur Aufwertung von Knicks

KnickaufwertungWir Jäger wissen, Knicks sind ein wesentlicher ökologischer Bestandteil unserer Landschaft und für die Tiere ein wichtiger Lebensraum. Nun ergibt sich in Neumünster in Zusammenarbeit mit der Stadt die Möglichkeit, den Lebensraum Knick aufzuwerten.

Zur Sicherung und Verbesserung der Knickfunktionen und zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit und Vollständigkeit des Knicknetzes werden entsprechende Maßnahmen im Rahmen regionaler Knickschutzprogramme gefördert.

Zu einer Informationsveranstaltung trafen sich am Abend des 15.10.2015 auf Einladung der Kreisjägerschaft Neumünster auf dem Hof der Familie Krebs Jäger, Jagdgenossen und Landwirte aus den Revieren Wittorf, Wittorfer Feld und Gadeland mit Vertreterinnen der unteren Naturschutzbehörde der Stadt Neumünster.

Um den finanziellen Rahmen planen zu können, möchte die untere Naturschutzbehörde im ersten Schritt das Potential für Gehölzpflanzungen aus öffentlichen Geldern an in erster Linie bestehenden Knicks (zunächst) im südlichen Bereich von Neumünster abschätzen (möglich wären aber auch Neuanlagen von Knicks). Ziel der Informationsveranstaltung war, interessierte Knickeigentümer für das Projekt zu finden, Bereiche zu erfassen, in denen spärlich bepflanzte Knicks liegen, und so den Gesamtumfang der potentiellen Maßnahmen kalkulieren zu können.  Gefördert werden neben den Kosten für die Pflanzen auch der Arbeitslohn und der Verbissschutz (inklusive Zaunabbau), sodass auf die Landwirte außer der laufenden Knickpflege keine Kosten zukommen.

Die Ausführungen von Frau Ute Obel, Abteilungsleiterin Natur und Umwelt in der Stadtverwaltung, und ihrer Mitarbeiterin Frau Sophie Desaga, fielen bei den Zuhörern auf reges Interesse. Das Angebot der Stadt wurde sehr positiv aufgenommen und diskutiert. Es ist nun an den Grundstückseigentümern, geeignete Knicks zu benennen. Die Stadt wird die einzelnen Maßnahmen bis Ende des Monats sammeln und bei entsprechender Nachfrage öffentlich ausschreiben, damit möglichst noch in diesem Herbst die Arbeiten beginnen können. Eine Ausweitung auf weitere Reviere in der Stadt ist vorgesehen, wenn ausreichende Mittel zur Verfügung stehen.

Ingbert Tornquist

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