Ausflug der Schlaufüchse nach Heidmühlen

Ausflug der Schlaufüchse nach HeidmühlenDie Schlaufüchse, die Kinder- und Jugendgruppe der KJS Neumünster, fuhren bei ihrem April-Treffen nach Heidmühlen. Hier gab es unter der Führung unserer Jugendobleute Marlies Börnecke und Petra Hansen in der Natur viel zu bestaunen.

Ein kleiner Zufluss der Osterau, die Rothenmühlenau, ist im letzten Jahr an einem Teilstück renaturiert worden.  Herr Hans Kröger vom Wasser- und Bodenverband erläutert den 10 Kindern und 10 Erwachsenen die Baumaßnahme. Um die Laichmöglichkeiten für Fische zu verbessern wurden drei Sandfänge gebaut. Neunaugen und auch Meerforellen sind hier heimmisch. Die von Menschenhand vorgenommene Begradigung der Au wurde auf einem Teilstück zurück gebaut, jetzt mäandert der kleine Fluss wieder in seinem natürlichen Bett durch die Wiesenlandschaft. Durch die Ablagerung des Treibsandes erhöht sich die Qualität des Gewässers, was nicht nur den Fischen entgegen kommt. Sogar der Eisvogel ist hier schon gesichtet worden.

An der Au entlang führte uns nun Uwe Börnecke in einen Teil des von ihm mit betreuten Jagdreviers von Heidmühlen.  Zunächst hatten Uwe und Marlies für uns eine Überraschung bereit. Aus dem Kofferraum ihres vorher dort abgestellten Autos zauberten sie leckere Pizzabrötchen und Getränke hervor. So konnten wir uns gestärkt auf den Reviergang machen und ließen uns auch vom leichten Regen nicht abhalten.

In einem vor einigen Jahren aufgeforsteten Waldstück stießen wir bald auf Rotwildlosung. Hier zeigte uns Uwe die vom Rotwild verursachten Schälschäden an den jungen Baumstämmen. Die Jäger haben für den Wildschaden einige tausend Euro an die Eigentümer gezahlt. Im Wald fanden wir das restliche Gefieder eines gerupften Falken, der vermutlich Opfer eines Uhus geworden ist. Das war für die Kinder eine besondere Erfahrung.

Kurz vor Ende des Rundganges zeigte uns Uwe noch eine Fuchs- und Dachsburg. Auf einem kleinen Hügel gab es mehrere Röhren von offenbar befahrenen Bauten. Die Kinder und die Erwachsenen staunten über die Größe der seit vielen Jahren bestehenden „Siedlung“.

Kurz vor Abschluss des Rundganges sahen die Kinder sehr deutlich einen Wildwechsel, der über die Straße auf eine Wiese führt. Der ausgetretene Pfad und die am Stacheldraht hängen gebliebenen  Haare zeigten deutlich, dass hier ein stark frequentierter Wildwechsel ist.

Am Ende des interessanten Rundganges zauberten Uwe und Marlies erneut eine Stärkung aus ihrem Auto. Frisch gebackener Butterkuchen und Kaffee für die Erwachsenen sowie Saft für die Kinder gaben uns den nötigen Schwung für den Heimweg.

Ingbert Tornquist

 

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