Outdoor-Messestand der KJS voller Erfolg

KJS auf der Outdoormesse 2015Die Kreisjägerschaft Neumünster ist erstmals mit einem eigenen Stand auf einer Messe vertreten: vom 17.-19.04.2015 auf der outdoor 2015 in Neumünster. In wochenlanger Vorbereitung wurde in drei Teams unter der Gesamtleitung von Alexander Rieger und Margarete Albrecht das Standkonzept entwickelt.

Am 16.04.2015 ist es endlich soweit. Wird der Stand in der Realität den Vorstellungen der Teams standhalten? Um 9.00 Uhr treffen sich die Aufbauteams. Dank guter Planung und dem engagierten Einsatz des Aufbauteams entsteht bis mittags ein Stand, der seines Gleichen sucht.

Teamchef Alexander Rieger: „Es ist uns mit unseren Mitteln, unserer Kreativität und last but not least unserer allgegenwärtiger Teamwork gelungen, einen für mein Dafürhalten unglaublich attraktiven und lebendigen Messestand aufzubauen - Eigenschaften, die sich viele kommerzielle Aussteller sicherlich wünschen.

Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir uns und unsere Jagd in Neumünster auf höchstem Niveau repräsentieren werden. Wenn wir nur ansatzweise die Anziehungskraft entwickeln, die mir noch vom R.SH-Kindertag in Erinnerung geblieben ist, wird unsere viele Zeit, Mühe und Arbeit mit entsprechendem Erfolg belohnt werden. 

Man merkt eben ganz schnell: Jagd hat etwas mit Leidenschaft zu tun. Und ich glaube, diese Leidenschaft, die in jedem von uns steckt, wird dazu führen, dass wir viele Besucher der Messe - ob Jäger oder Nicht-Jäger - anziehen können. Insbesondere der persönliche Dialog mit den Menschen wird dafür sorgen, dass wir die Chance bekommen, tiefere Einblicke in die Jagd zu bieten und somit ihre Akzeptanz in der breiten Bevölkerung vor allen Dingen zu sichern und hier und da zu erhöhen.

Nur was sind diese „tieferen Einblicke“, die wir den Besuchern unseres Standes geben können? Es sind die Dinge, die die Jagd ausmachen und was es heißt, als Jäger der Kreisjägerschaft Neumünster die Verantwortung für das uns anvertraute Wild in unserer Region zu tragen. 

Es ist die tägliche Revierpraxis - drei Aspekte davon beleuchten wir sehr intensiv an unserem Stand:

Wer macht sich immer wieder aufs Neue Gedanken darüber, Wildunfälle zu vermeiden? Wie sehen unsere Präventionsmaßnahmen aus? Nicht nur, dass neben viel Zeit auch viel Geld aufgewandt wird. Es ist klar, dass es trotz aller Mühe wieder vorkommen wird. Und - wer fährt nachts in der Woche los und kümmert sich um die Unfallstelle? Um das Wild? Wer sucht es nach? Hier geht es weiter: wer bildet sich einen Hund aus für diese Nachsuche? Fragen über Fragen.

Wer kümmert sich um den Schutz des uns anvertrauten Wildes? Wer schützt Lebensräume? Wer nutzt Lebensräume - und wie nutzt er oder sie diese Lebensräume? Wer macht sich Gedanken, Menschen zur eigenen Überzeugung zu bringen, dass wir uns den Lebensraum schlussendlich mit dem Wild teilen müssen und dass es für uns (und unsere Hunde) unsichtbare Grenzen gibt. Das Wild kann dies nicht vermitteln. Es kann nur auf das Verhalten und den resultierenden Freizeitdruck reagieren. Wer sind nun die echten Naturschützer? Fragen über Fragen.

Naturentfremdung macht Menschen unglücklich. Das ist in zahlreichen wissenschaftlich anerkannten Studien nachgewiesen worden. Insbesondere das kindlich verspätete Kennenlernen von alltäglicher Umwelt führe zu Blickverengungen, mangelnder Beobachtungsgabe und schlicht weg ein sinkendes Interesse und fehlende Freude an der Natur. Was heißt es, hier leidenschaftliche Grundlagenarbeit zu leisten und im Rahmen unserer Jugendarbeit wertvolles Wissen zu vermitteln, was mittlerweile zu einer Rarität geworden ist. Kein Wunder, dass es zu Phänomenen wie „Kühe sind doch weiß-lila“ „Veggie-Days" oder dem „Bambi-Syndrom“ kommt. Nur, was hat das mit Jagd zu tun? Nichts etwa? Ich glaube, sehr viel. Denn bei dem Wesen der Jagd geht es um weitaus mehr, als den Finger krumm zu machen. Es geht eben um die ganzheitliche Betreuung der Natur und dem Wild. Wie ich finde, eines der besten Argumente für die Jagd. Aber es bleiben auch hier: Fragen über Fragen.“

Es zeigt sich nach der Eröffnung der Messe am 17.04.2015 schnell, dass das Konzept unseres Messestandes auf geht. Bei den Schlaufüchsen ist reger Betrieb, die Kinder erhalten für ihre Leistung eine humorvolle Urkunde. Die erwachsenen Besucher beeindruckt mehr die eindrucksvolle Darstellung der Wildunfälle, sei es auf der Straße oder als statistische Auswertung an einer Schautafel. Hierüber informieren sich auf ihrem Rundgang an unserem Stand sogar die fundierten Kenner der Materie, der Ministerpräsident a.D., Peter Harry Carstensen, der Landtagsabgeordnete Hauke Göttsch aus Ehndorf.

Ingbert Tornquist

    

Jetzt Mitglied werden